Jeder mit auch nur ein wenig Schulden muss seine Schulden verwalten. Wenn Sie nur eine kleine Schuld haben, müssen Sie Ihre Zahlungen aufrechterhalten und sicherstellen, dass sie nicht außer Kontrolle gerät. Auf der anderen Seite, wenn Sie eine große Menge an Schulden haben, müssen Sie mehr Mühe in die Rückzahlung Ihrer Schulden investieren, während Sie mit Zahlungen über die Schulden jonglieren, die Sie derzeit nicht bezahlen.

Bundesregierung will in der BRD Konto für alle einführen

Aktuell plant die Bundesregierung, in Deutschland ein Konto für alle einzuführen. Angesprochen werden damit ebenfalls Flüchtlinge. Vorgesehen ist dies in dem aktuell von der Regierung eingebrachten „Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie über die Vergleichbarkeit von Zahlungskontoentgelten, den Wechsel von Zahlungskonten sowie den Zugang von Zahlungskonten mit grundlegenden Funktionen (18/7204)“.

Recht auf Zahlungskonto für EU-Bürger

Die Bundesregierung hat unter Verweis auf Angaben der Europäischen Kommission berichtet, dass schon 2010 circa 670.000 Menschen in Deutschland keinen Zugang zu einem Girokonto hatten. Im Jahr 2013 soll es schon fast eine Millionen Menschen gewesen sein. Gleichzeitig hat die Regierung allerdings festgestellt, dass das Zahlungskonto auch in Deutschland „für jeden volljährigen Bürger eine elementare, zur Lebensführung notwendige Finanzdienstleistung“ ist. Zu den grundlegenden Funktionen gehören laut Bundesregierung

  • das Ein- und Auszahlungsgeschäft,
  • Lastschriften,
  • Überweisungen und
  • das Zahlungskartengeschäft.

Verbraucher mit rechtmäßigem Aufenthalt in der EU sollen zukünftig die Chance haben, diskriminierungsfrei in jedem Mitgliedsland ein Zahlungskonto mit den grundlegenden Funktionen eröffnen zu können. Dazu gehören auch

  • Verbraucher ohne festen Wohnsitz,
  • Asylsuchende und Verbraucher ohne Aufenthaltstitel, sofern diese aus tatsächlichen oder rechtlichen Gründen nicht abgeschoben werden können.

Verbraucher sollen über Kosten informiert werden

Der Gesetzentwurf sieht außerdem eine bessere Transparenz und Vergleichbarkeit der Kosten vor. So sollen die Kreditinstitute unter anderem dazu verpflichtet werden, die Verbraucher über entstehende Kosten für kontenbezogene Dienstleistungen zu informieren. Die Angabe von Gebühren bei einer Abhebung an einem fremden Geldautomaten sollen darüber hinaus zu Pflichtangaben werden. Für die Verbraucher soll es zudem zukünftig einfacher werden, zu einem anderen Kontoanbieter zu wechseln.

Baldige Anhörung zum Konto für alle

Die Durchführung einer öffentlichen Anhörung zum Thema Zahlungskontengesetz ist vom Finanzausschuss bereits beschlossen worden. Diese findet schon am 25.1. statt und u. a. wird dann konkret der Rechtsanspruch auf ein Basiskonto für alle thematisiert.